Wir bringen dich zum Master

Finde bei uns das passende Studium an deiner Traumhochschule!

3571 Masterstudiengänge und MBA-Programme jetzt durchsuchen:
Mein Standort
Umkreis:
100 km

MBA-Fragebogen mit Wolfgang Schäfer, Continental: „Auch die eigene Persönlichkeit infrage stellen“

Wolfgang Schäfer studierte zunächst BWL an der Ludwig-Maximilians-Universität. Anschließend stieg er bei Bosch als Trainee ein und wurde dort persönlicher Assisstent eines Geschäftsführers. Dann schloss er den MBA an der INSEAD Business School in Fontainebleau an. Später führte ihn seine Karriere als Berater und Teamleiter zu Bain & Co. Seit 2010 ist Wolfgang Schäfer CFO bei Continental.

Feuerwehrmann, Lokomotivführer oder Arzt, das sind die Traumjobs vieler Kinder: Was wollten Sie in jungen Jahren einmal werden?
Der Großteil meiner engeren Familie arbeitete in der Wirtschaft, daher war die Wirtschaft immer auch mein Ziel.

Mit welcher Entscheidung haben Sie am meisten für Ihre Karriere getan?
Die eine Entscheidung gab es für mich nicht. Die Wege und Möglichkeiten, erfolgreich Karriere zu machen, sind sehr vielfältig. Das eigene Ziel sollte man allerdings nicht aus den Augen verlieren. Die Entscheidung, einen MBA zu machen, hat sicherlich einen Beitrag geleistet.

Warum haben Sie sich für einen MBA entschieden?
Letztendlich war es die Perspektive, in einem internationalen Umfeld mit verschiedensten Mentalitäten und Verhaltensweisen ein Jahr unter hohem Leistungsdruck zusammenarbeiten zu können. Außerdem war – zumindest in den 80er Jahren – der MBA sehr viel praxisorientierter ausgerichtet als eine vergleichbare deutsche Ausbildung.

Gab es Momente, in denen Sie an dieser Entscheidung gezweifelt haben?
Nein, nie.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?
Die Vergangenheit kann man im Nachhinein nicht mehr beeinflussen. Deshalb gilt für mich: verarbeiten, lernen und schnell wieder nach vorne schauen.
 
Der MBA ist eine der teuersten Weiterbildungen. Hat sich diese Investition bezahlt gemacht?
Die Investition in Wissen, Weiterbildung und Erfahrung kann und sollte man nicht in Euro und Cent messen. Wenn man aber bedenkt, dass eine solche Investition ein ganzes Berufsleben unterstützt, hat sie sich sicherlich bezahlt gemacht. Ich bekam außerdem ein Stipendium, sodass der  finanzielle Aufwand für mich überschaubar war.

Oops, an error occurred! Code: 20210727224428edc30dad

Was haben Sie aus dem MBA-Studium für das Leben und nicht für den Job gelernt?
Ich habe die Fähigkeit mitgenommen, mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, Ausbildung und Mentalität zusammen zu leben und zu arbeiten und deren Verhalten zu verstehen und zu akzeptieren – und das gilt nicht nur für den Job. Eine tolle Erfahrung – unabhängig von allen Karriereerwartungen.

An welchen Vorbildern orientieren Sie sich?
Ich bewundere Unternehmer, die gegen alle Rückschläge neue Ideen mit hohem Risiko erfolgreich durchsetzen – ein direktes Vorbild habe ich nicht.
 

Wann raten Sie Akademikern zu einem MBA?
Sicherlich nicht, wenn sie nur den Titel erlangen wollen. Doch wer mit Begeisterung und Interesse in der Wirtschaft tätig sein will und bereit ist, neben dem rein fachlichen Wissen auch die eigene Persönlichkeit in Frage zu stellen und weiterzuentwickeln, dem kann ich das nur empfehlen.

Datum: 09/12
Interview: Ina Oberhoff

Passende MBA-Programme in Ihrer Traum-Stadt