Wir bringen dich zum Master

Finde bei uns das passende Studium an deiner Traumhochschule!

3571 Masterstudiengänge und MBA-Programme jetzt durchsuchen:
Mein Standort
Umkreis:
100 km

MBA-Fragebogen mit Otto Gergye, Air Berlin

Otto Gergye, Senior Vice President Sales Scheduled Services bei Air Berlin, entschied sich nach einer Ausbildung in der Reisebranche und einem Management-Diplom für ein MBA-Fernstudium an der Open University Business School.

Feuerwehrmann, Lokomotivführer oder Arzt, das sind die Traumjobs vieler Kinder: Was wollten Sie in jungen Jahren einmal werden?
Profifußballer - das war in der Jugend mein Traumberuf. Obwohl ich täglich hart trainiert habe, hat es nicht gereicht. Nachdem ich mit 16 Jahren die Fußballschuhe endgültig an den Nagel hing, wurden Reisen mein neues Steckenpferd. Als Jugendlicher hat mich vor allem die Frage fasziniert, wie Menschen von A nach B über C fliegen. Deshalb entschied ich mich zuerst für eine kaufmännische Ausbildung in der Reisebranche. Es folgten viele berufliche Stationen auf dem ganzen Globus, etwa im Kosovo, in China, in Ungarn. Zuletzt verschlug es mich nach Berlin - hier möchte ich endlich sesshaft werden und suche mir gerade einen Fußballverein.

Mit welcher Entscheidung haben Sie am meisten für Ihre Karriere getan?
Da sind vor allem drei Erfahrungen zu nennen, die für das Management in der Tourismusbranche hilfreich waren: Meinen aus Ungarn stammenden Eltern verdanke ich, dass ich in Australien mehrsprachig mit Englisch, Ungarisch und Deutsch aufgewachsen bin. Zudem durfte ich mein Hobby - das Reisen - zum Beruf machen. Last but not least: Das MBA-Studium, das meine Persönlichkeit erweiterte und meine Führungskompetenz stärkte.

Warum haben Sie sich für einen MBA entschieden?
Bei der Entscheidung für ein MBA-Studium ging es mir nicht nur darum, die Karriereleiter zu erklimmen. Vielmehr wollte ich mich akademisch weiterbilden und erfahren, wie Unternehmen gut geführt werden. Während meines berufsbegleitenden MBA-Fernstudiums hatte ich die Möglichkeit, die im Studium gelernte Theorie in meine tägliche Arbeit zu übertragen und sie direkt anzuwenden. Für mich war das ein großer Vorteil. Das Fernstudium gab mir außerdem die Freiheit, zu studieren, egal, wo ich mich gerade in der Welt aufhielt.

Gab es Momente, in denen Sie an dieser Entscheidung gezweifelt haben?
Es gab immer mal wieder Höhen und Tiefen, besonders in Situationen, in denen ich beruflich stark gefordert war. Gezweifelt habe ich aber nie und habe auch diese Herausforderung gut gemeistert. Wenn man über viele Jahre die Wochenenden ausschließlich mit dem Studium verbringt, steht das Privatleben manchmal hinten an

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?
Ich sehe das sportlich und kämpfe weiter. Wie im Fußball.

Der MBA ist eine der teuersten Weiterbildungen. Hat sich diese Investition bezahlt gemacht?
Ja, ich denke schon, dass sich die Investition in mich gelohnt hat. Ein MBA ist wertbeständiger als ein Kleinwagen oder eine Luxus-Uhr.

Was haben Sie aus dem MBA-Studium für das Leben und nicht für den Job gelernt?
Die Meinung anderer zu respektieren und ihre Beweggründe zu verstehen.

An welchen Vorbildern orientieren Sie sich?
An Menschen, die aus eigener Anstrengung viel erreicht haben. Vor allem schätze ich das bei jenen, denen nicht alles in die Wiege gelegt wurde. Wenn solche Leute später gesellschaftliches Engagement beweisen, obwohl sie selber meist auf fremde Hilfe verzichten mussten, ist das sehr vorbildlich.

Wann raten Sie Akademikern zu einem MBA?
Wenn sie eine solide, mehrjährige Berufserfahrung im Management mitbringen. Ist das nicht der Fall, können sie das Gelernte in ihrem Job nicht anwenden und es bleibt alles graue Theorie.

Datum: 01/14
Interview: Rebekka Baus