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Der MBA füllt eine Wissenslücke für Naturwissenschaftler

Naturwissenschaftler sind nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Wirtschaft gefragt. Doch häufig fehlen ihnen noch die nötigen Business-Skills für einen Management-Posten. Die Lösung: ein MBA-Studium. Molekularbiologe David del Àlamo über seinen MBA an der German Graduate School of Management and Law (GGS).

Warum haben Sie beschlossen, ein berufsbegleitendes MBA-Studium zu absolvieren?

Als ich in der Redaktion der European Molecular Biology Organization (EMBO) anfing, hatte ich das Gefühl, als Naturwissenschaftler sehr fachspezifische Fähigkeiten zu haben, die ich nur langsam erweitern konnte. Der MBA bereitet mich auf die Geschäfts- und Managementwelt vor und vermittelt mir komplett neue Fähigkeiten. Das ist mir wichtig. Nicht nur aus einer persönlichen Entwicklungsperspektive, sondern weil der Abschluss auch meinen Wert auf dem Arbeitsmarkt signifikant steigern wird. Das war einer der Gründe, warum ich mich zu einem MBA-Studium entschlossen habe. Ein berufsbegleitendes Studium und die Flexibilität, die die GGS bietet, entsprechen genau meinen Bedürfnissen, da ich es mit meiner Vollzeitstelle vereinbaren kann.

Aktuell sind Sie Wissenschaftsredakteur beim EMBO Journal und haben bereits Ihren Doktortitel in Biologie. Normalerweise promovieren Absolventen der Naturwissenschaften, um ihre akademische Karriere zu befördern. Warum haben Sie sich zusätzlich noch für ein MBA-Studium entschlossen?

Wie Sie schon richtig erwähnt haben, fördern Naturwissenschaftler normalerweise ihre akademische Kariere nicht außerhalb ihrer Wissenschaft - obwohl sich das in den letzten zehn bis 20 Jahren auch geändert hat. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Übergang von der akademischen zu einer business-orientierten Sichtweise erfordert Weiterbildung und Kenntnisse, die ein Wissenschaftler üblicherweise nicht besitzt.

Das MBA-Programm der GGS hilft mir dabei, diese Lücke zu schließen – was jetzt, wo ich eine Führungsposition innehabe, für mich umso wichtiger ist. Denn neben meiner Arbeit als Wissenschaftsredakteur arbeite ich inzwischen auch als Manager für das EMBO Fellowship Programm. Ich bin mir sicher, dass mein MBA-Studium ein Grund dafür war, dass mir diese neue Position angeboten wurde.
Als ich mit dem MBA angefangen habe, war ich noch Redakteur und brauchte das Wissen aus dem Studium noch nicht für meine täglichen Aufgaben. Doch ich muss zugeben, dass sich meine Perspektive, was die Organisation von Teams, die Einrichtung von Prozessen oder den Umgang mit Konflikten angeht, wesentlich geändert hat – je mehr ich über diese Bereiche gelernt habe. Mein Arbeitgeber hat mir das MBA-Programm zwar nicht vorgeschlagen, aber er unterstützt mich in diesem Vorhaben und ich profitiere in meiner neuen Rolle als Manager bereits jetzt vom Studium.

Checkliste: MBA und ich?

Wer mit dem Gedanken spielt, ein MBA-Studium zu beginnen, sollte sich zunächst einer genauen Selbstanalyse unterziehen. Checkliste: Ist der MBA das Richtige für mich?

Und wie sind Sie auf das MBA-Programm an der GGS aufmerksam geworden? Und warum haben Sie sich für dieses Studium statt für ein anderes entschlossen?

Einer meiner Kollegen beim EMBO Journal hatte das gleiche MBA-Programm schon absolviert und eine sehr positive Meinung davon. Er ist mittlerweile übrigens sehr erfolgreich in einer leitenden Position bei einer anderen Firma tätig.
Außerdem hatte ich noch ein paar persönliche Anforderungen, hauptsächlich in Bezug auf die Vereinbarkeit des Studiums mit meinem Beruf und der internationalen Ausrichtung: Für mich war entscheidend, dass der MBA ausschließlich in Englisch abgehalten wird und international anerkannt ist. Ein weiteres Kriterium war die kleine Anzahl an Teilnehmern pro Kurs, die einen intensiven Austausch fördert.  

Wie sind Ihre Karrierepläne nachdem sie das MBA-Programm absolviert haben? Was erhoffen Sie sich für Ihre Zukunft?

Mein kurz- bzw. mittelfristiger Plan ist es, weiterhin als Leitung des Fellowship Programms der EMBO tätig zu sein. Aufgrund der Besonderheit der EMBO als internationale Non-Profit–Organisation, sind Arbeitsverträge generell auf neun Jahre beschränkt. Das bedeutet, dass ich relativ bald eine andere Stelle finden muss. Ich würde gerne die Vorteile meiner Ausbildung an der GGS sowie meine beruflichen Erfahrungen bei EMBO nutzen, um weiterhin in einer Führungsposition zu arbeiten, höchstwahrscheinlich in einem Bereich ähnlich der Wissenschaftsverwaltung oder Politik. Es ist aber noch zu früh, um konkret etwas sagen zu können

Warum lohnt es sich, einen MBA zu machen?

Man lernt, Dinge wahrzunehmen, zu erkennen. Es gibt keine Wunderwaffen, keine Tricks, keine magische oder allgemeine Lösung für ein Problem im Arbeitsumfeld. Aber man kann ein Bewusstsein dafür entwickeln. Der MBA gibt mir die Wissensbasis, um potenzielle Probleme vorauszusehen und sie zu einem gewissen Maße verhindern zu können. Das bringt mich zu zwei weiteren wichtigen Punkten, die man durch ein MBA-Studium lernt: strategisches Denken und Führungskompetenz.
Das schließt auch Gedanken über die Zukunft mit ein: über die Ausrichtung und Strategie des Unternehmens, aber auch - auf einer anderen Ebene - über die eigene berufliche und persönliche Entwicklung. Mit anderen Worten, um festzulegen wohin man will und wie man dahin kommt. Jeder, egal in welcher Position, kann von so einer Denkweise profitieren.

Sie haben letztes Jahr angefangen an der GGS zu studieren. Wie waren Ihre bisherigen Erfahrungen?

Es ist ein langsamer, aber stetiger Prozess. Organisationen können aus vielen verschiedenen Perspektiven analysiert werden: Von der menschlichen Seite, die sich eher mit Gefühlen und persönlichen Dynamiken befasst, bis hin zu einer konkreteren Seite der Zahlen und Finanzen. Am Anfang ist es schwer, all die Information zu verarbeiten und integrieren, aber nach und nach fängt man an, anders über die Dinge zu denken und wie man mit ihnen in der eigenen Organisation umgeht. Dieses ist vor allem auf der menschlichen Ebene wichtig. Wenn ich Entscheidungen treffe oder mit Konflikten umgehen muss, versuche ich den Dingen vorher auf den Grund zu gehen, dabei unterstützt mich das Studium zunehmend.

Welche neuen Erkenntnisse haben Sie dazu gewonnen, sowohl in Bezug auf Ihre Arbeit als auch zu Ihrer Person?  

Im Endeffekt ist jede Organisation eine menschliche Organisation und die Themen, mit denen man sich beschäftigt, sind menschliche Themen. Eines habe ich gelernt: Es ist egal, wie gut deine Idee ist, wenn du die Menschen nicht dazu motivieren und führen kannst, sie zu verwirklichen.
Der Rest sind Organisation, Prozesse und Management. Diese Themen sind wichtig und machen einen großen Teil der Ausbildung eines MBA-Studenten aus - aber für mich sind sie zweitrangig gegenüber dem Einzelnen, der alles in der Praxis zusammenführen und umsetzen muss. 

Datum: 07/2016

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