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„Überzeugend sind klare Ziele“

Wer sich um einen MBA-Studienplatz bewirbt, muss mit hohen Anforderungen und harter Konkurrenz rechnen. Welche Bausteine eine gute Bewerbung braucht und wie Sie die Business Schulen von sich überzeugen, verrät MBA-Recruiting-Experte Will Toussaint.

Will Toussaint (Bild: GISMA)
Will Toussaint (Bild: GISMA)

Frühstart oder Last-Minute – wann sollte ich mit den Bewerbungs-Vorbereitungen beginnen?
Viele Bewerber beschäftigen sich schon ein Jahr vor dem Studienanfang mit der Suche nach dem passenden MBA. Und das ist auch gut so. Wer sich für ein gutes, akkreditiertes MBA-Programm interessiert, sollte auf jeden Fall im Hinterkopf haben, dass intensive Bewerbungsvorbereitungen Pflicht sind. Denn nicht zuletzt warten Hürden wie der GMAT- und der TOEFL-Test oder die Vorbereitung auf Essays und Interviews. Und wer ein Visum benötigt, sollte auch dafür einige Wochen Wartezeit einkalkulieren. Aber auch MBA-Interessenten, die nicht so vorausschauend planen, sollten versuchen, ihre Chance zu nutzen. Denn die Business Schools können auch kurzentschlossene Bewerber innerhalb weniger Tage zulassen. Vorausgesetzt, alle Bewerbungsunterlagen sind vollständig. Auch wenn eine Bewerbung auf den letzten Drücker klappen sollte – wichtig ist, dass der Teilnehmer rechtzeitig zum Programmstart anwesend ist. Wer das berücksichtigt, legt oft schon die Grundlagen für ein erfolgreiches Studium.  

Was gehört denn zu einer guten Bewerbung?
Neben grundsätzlichen Formalitäten wie Zeugnissen, einem guten GMAT-Score sowie dem Nachweis des englischen Sprachvermögens (TOEFL) achten wir im Admissions-Prozess vor allem auf die Empfehlungen der Bewerber. Denn die sagen besonders viel über sie aus.

Und was macht eine solche gute Referenz aus?
Wir verlangen von unseren Teilnehmern zwei Referenzen. Im Normalfall sollte mindestens eine davon vom direkten Vorgesetzten erstellt werden. Die Referenzgeber sollten in ihren Ausführungen vor allem das Potenzial des Bewerbers beschreiben. Wie geht er mit Führungsaufgaben um? Hat er eine positive Arbeitseinstellung? Und natürlich: Ist er stressresistent, teamfähig und motiviert?

Was tun, wenn der Vorgesetzte nicht mitmacht?
Manchmal kommt es vor, dass der direkte Vorgesetzte – aus welchen Gründen auch immer – nicht bereit ist, eine Empfehlung zu schreiben. Dann würde ich empfehlen, sich an eine ähnlich qualifizierte Person zu wenden, die die Eigenschaften des Bewerbers objektiv beurteilen kann.

 

Wie wichtig sind die Essays?
Auch die Essays verraten eine Menge über die Motivation des MBA-Aspiranten, seine Eignung und Reife sowie sein Leistungsvermögen. Und natürlich ist für uns auch die Berufserfahrung jedes Einzelnen sehr wichtig. Denn schließlich hängt die Qualität des Studiums für alle Teilnehmer nicht zuletzt auch vom individuellen Hintergrund ab, den jeder Einzelne in den Unterricht einbringt.

Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Essay?
Ähnlich wie im Bewerbungsgespräch sollte die Darstellung der eigenen Motivation möglichst über Geld und Karrierewünsche hinausgehen. Gut ist es, wenn der Bewerber zeigt, dass er Interesse daran hat, seinen Horizont zu erweitern, das Handwerkszeug guter Führung zu erlernen und  sich dabei auf das interkulturelle Abenteuer MBA einzulassen. Überzeugend sind klare Ziele, die mit dem MBA verbunden werden – etwa mehr über Finanzen, Marketing und Möglichkeiten zur Innovationskraftsteigerung eines Teams lernen zu wollen. Wenn der Wunsch nach einem MBA aus den Erkenntnissen und Erfahrungen des bisherigen Jobs entstanden ist und mit dem Wunsch verknüpft wird, die eigenen Potenziale noch weiter auszubauen, wirkt das immer sehr überzeugend. Der letzte Baustein einer guten Bewerbung ist das Interview durch die Business School. Denn hier lernt man sich ja persönlich kennen.

Und wie kann man sich darauf vorbereiten?
Vor dem Gespräch sollte jeder Bewerber genau über seine Motive für ein MBA-Studium nachdenken, damit er sie im Gespräch authentisch rüberbringen kann. Eine gute Grundlage für das Gespräch ist sicherlich der Essay. Denn hier hatten die Bewerber ja schon im Vorfeld Gelegenheit, sich zu diesen Themen Gedanken zu machen und können im Gespräch darauf aufbauen. Auf jeden Fall sollten sie eine klare Vorstellung von den eigenen Zielen mitbringen und im Gespräch in der Lage sein, Engagement und Leistungsbereitschaft zu zeigen. Denn der Wunsch nach besseren Gehalts- und Karrierechancen reicht als Argument nicht aus und wird so schnell keinen Interviewer begeistern.

Datum: 06/12, aktualisiert 09/13
Interview: Rebekka Baus

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