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Tipps für die Master-Thesis

Viele Studenten bekommen Bauchschmerzen, wenn sie an die Master-Thesis denken. Dabei wissen sie wie es geht. Schließlich haben sie die Bachelor-Arbeit auch geschafft. Wer einige Dinge beachtet, hat den Master schon bald in der Tasche.

Die letzte Hürde vor dem Master-Titel ist die Master-Thesis. Sie ist für Studenten die erste schriftliche Arbeit mit einem Umfang von 80 bis 100 Seiten. Um nicht im Chaos zu versinken, ist organisatorisches Geschick gefragt. Literaturrecherche, Sortieren, Lesen, Gliedern: Das alles erfordert Disziplin und Zeitmanagement. Doch erst einmal muss der Student ein Thema für seine Master-Thesis finden. Das funktioniert ähnlich wie bei der Bachelor-Arbeit. Er sollte zunächst eine grobe Fragestellung festlegen und sich in Literatur und Studien einlesen. Nach und nach kann er das Thema eingrenzen und sich schließlich für eine konkrete Leitfrage entscheiden.

Master in spe sollten darauf achten, dass sie wirklich am Thema interessiert sind – Lektüre und Schreibprozess gestalten sich sonst schwer. Außerdem ist es von Vorteil, wenn sich das Thema der Master-Thesis am späteren Berufsziel orientiert. Eine Möglichkeit ist es, die Master-Thesis bei einem Unternehmen zu schreiben.

Gute Betreuung ist das A und O

Doch gleich wie sich der Student entscheidet. Allein ist er dabei nicht. „Ohne eine gute Betreuung geht gar nichts. Sie ist das A und O“, sagt Peter Riegler, Professor für Informatik an der Ostfalia Hochschule Braunschweig. Wichtig ist, dass die Chemie zwischen Student und Professor stimmt. Themenabsprache, Inhalt und Workload müssen Betreuer und Student in mehreren Gesprächen klären. Viele Kandidaten stellen zu hohe Erwartungen an sich. „Sie wollen nach den Sternen greifen. So ist es relativ typisch, dass der Student Ziele wieder zurückstecken und einen Teil der Arbeit streichen muss“, sagt Riegler.

Thema eingrenzen

Deshalb ist es wichtig, das Thema so früh wie möglich einzugrenzen. Wer schon am Anfang ein Inhaltsverzeichnis anlegt und eine Einleitung schreibt, kommt nicht so schnell vom Thema ab. Viele Kandidaten beginnen erst zwei bis vier Wochen vor Abgabetermin damit. Kommt es dann zu einer Schreibblockade, wird es eng.

Professor Riegler rät, sich in solchen Fällen an den Betreuer zu wenden. „Studenten sollten offen das Gespräch suchen. Die meisten Professoren würdigen eine kritische Selbsteinschätzung. Auf keinen Fall sollte der Kandidat versuchen zu mogeln oder zu tricksen – das merkt der Betreuer.“  Wer offen mit dem Problem umgeht, kann für gewöhnlich mit Kulanz von Seiten des Professors rechnen. Viele Prüfungsordnungen erlauben eine Verlängerung der Master-Thesis – wichtig ist nur, sie zu begründen.

In kleinen Schritten zur Master-Thesis

Wer einige Punkte beachtet, muss keine Angst vor einer Schreibblockade haben. Dennoch fühlen sich viele Kandidaten vom Umfang der Thesis überfordert. „Die große Aufgabe ist häufig das Problem. Studenten neigen dazu, in großen Einheiten zu denken. Dabei ist es besser, Schritt für Schritt vorzugehen“, sagt Holger Walther, Mitarbeiter der psychologischen Beratungsstelle an der HU Berlin.

Der Kandidat sollte sich nicht zu viel für einen Tag vornehmen. Er kann die Gliederung der Thesis untergliedern und eine Mind-Map anlegen. So gibt es viele kleine Bausteine, die abgearbeitet werden können. Walther erklärt: „Das ist wie beim Bergsteigen. Niemand erklimmt den Mount Everest an einem Tag. Es kann nur Stück für Stück nach oben gehen. Für jede Etappe, die der Kandidat erreicht hat, kann er sich dann auch belohnen.“

Feedback einholen

Außerdem gibt es Tage, an denen der Student nur liest und recherchiert. Er sollte nicht verzweifeln, wenn die Seiten dann nicht zustande kommen. Recherche und Lesen sind Voraussetzungen für den gesamten Schreibprozess. Zwischendurch sollte sich der Student immer Feedback holen. Auch fachfremde Menschen können den Zwischenstand einer Arbeit einschätzen. Sie sind unvoreingenommen und objektiv.

Doch manchmal helfen auch Kontakte und Feedback nicht weiter. „Viele Studenten sind unsicher, was nach der Master-Thesis kommt. Sie zögern den Schreibprozess deshalb unbewusst hinaus“, sagt Holger Walther. In diesen Fällen rät der Dyplom-Psychologe, sich parallel zur Master-Arbeit auch beruflich zu orientieren. Der Career Service der Universität oder Recherchen im Internet helfen dabei. Insgesamt sollte sich der Student nicht zu viele Gedanken machen. Walther: „Es ist nur eine Abschlussarbeit. Sie kann eine Eintrittskarte ins Berufsleben sein – doch sie ist nicht die einzige.“

Datum: 02/2013
Autor: Daniel Lehmann