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Reportage: Europa - Wir kommen!

Für drei Tage Abgeordneter im EU-Parlament. Der Auftrag: die Finanzwelt retten. Eine etwas andere Einführungsveranstaltung für die Erstsemester des "Master in Management"-Programms der ESCP Europe.

Auf den Glasflächen des Parlamentsgebäudes glitzern die ersten Sonnenstrahlen dieses spätsommerlichen Septembertages. Dort, wo sich Rhein-Marne-Kanal und das Flüsschen Ill kreuzen, schlägt Europas demokratisches Herz.

Startschuss für internationalen Master

Es ist der dritte und letzte Tag einer ganz besonderen Einführungsveranstaltung und gleichzeitig ihr Höhepunkt. Schauplatz ist das eindrucksvolle Gebäude des EU-Parlaments. So multikulturell wie Europa sind auch die Erstsemester der ESCP Europe (École Supérieure de Commerce de Paris).

Von Paris ins Elsass

Der Startschuss für die Auftaktveranstaltung des neuen Jahrgangs des „Master in Management“- Programms fiel bereits drei Tage zuvor in Paris. Dort trafen die über 800 aufgeregten Erstsemester am Pariser Campus der Business School ein. In dem historischen Gebäude im elften Arrondissement nahm Othmar Karas, Vizepräsident des europäischen Parlaments, die Studenten in Empfang.

Gelebte Demokratie

Die zum fünften Mal stattfindende Veranstaltung ist eine Kooperation von ESCP Europe, der französischen Verwaltungshochschule ENA (École Nationale d’Administration), dem Europäischen Parlament und der Stadt Straßburg. Hier bekommen die Studenten einen praktischen Einblick in angewandte Politik: Drei Tag lang dürfen sie sich nun als Parlamentarier fühlen. Auf ihrer Agenda: nichts Geringeres als ein Gesetzesvorschlag zur Lösung der Finanzkrise. Das Planspiel macht die Institutionen und die Entscheidungsprozesse der EU auf sehr eindrückliche Weise erfahrbar. Gleichzeitig sensibilisiert es die Teilnehmer für die größten Herausforderung Europas. Ihre Aufgabe ist es, für über 500 Millionen Bürger einen Konsens zu finden.

Edouard Husson, Dekan der Hochschule und früherer Berater des französischen Bildungs- und Forschungsministers, liegt es am Herzen, „dass die Studenten die Mechanismen und Abläufe der großen Institutionen kennenlernen und wissen, wie komplexe Sachverhalte entschlüsselt und Entscheidungen getroffen werden. In naher Zukunft spielen sie in der europäischen oder globalen Wirtschaft eine Rolle.“

Wissen auffrischen

Zur Vorbereitung gibt es Nachhilfe in europäischer Politik. Aufgefrischt wird an diesem Sonntagnachmittag in Paris das Wissen über die Organisation und Arbeitsabläufe der einzelnen Regierungsorgane. Professoren der Business School und Experten aus der europäischen Wirtschaftswelt erklären den genauen Ablauf des Simulationsspiels. Dann geht es mit dem eigens gemieteten TGV von der Millionenstadt ins elsässische Straßburg.

Europas Machtzentrum

Am frühen Montagmorgen führt der Weg dann endlich ins Europaviertel. Der Anblick des Parlamentsgebäudes ist beeindruckend: „Hier ist das Machtzentrum Europas. Der Ort, an dem die wichtigsten Entscheidungen getroffen werden“, staunen die 24-jährige Nicola Müller, die einen Bachelor in Sportmanagement hat und Nina Rink (21) mit einem Abschluss in BWL.

Der Weg durch den labyrinthartigen Regierungspalast ist lang. In dem hellen, neuen Teil des Gebäudes dominieren Glas und Eisenträger. In seiner Mitte wachsen tropische Pflanzen bis in den obersten Stock. Das Ziel: der halbkreisförmige Plenarsaal, genannt Hemicycle. Hier trifft das EU-Parlament alle wichtigen Entscheidungen.

Teamgeist motiviert

Ein faszinierender Anblick bietet sich dem Vize-Präsidenten, Rainer Wieland, als er die erwartungsvollen Erstsemester begrüßt. Alle 820 Studenten tragen ein T-Shirt der Business School. Dieser Teamgeist ist es, der an den folgenden Tagen in der Luft liegt und für ausreichend Motivation bei den manchmal doch langatmigen Diskussionen und dem eher trockenen Finanzthema sorgt. „Ich bin erstaunt, dass es so lange dauert, Entscheidungen zu treffen“, stellt einer der Studenten fest, „ich habe jetzt viel mehr Respekt vor der Arbeit von Politikern.“

Weiterlesen: Schaffen es die Studenten sich auf einen Gesetzesvorschlag zu einigen?