Lehrkonzepte im Fernstudium: Online oder Print
Lernen mit Hilfe verschiedener Medien ist im Fernstudium obligatorisch. Studenten können zwischen Print- und Online-Lehrmaterialen wählen. Aber auch Varianten wie E-Learning oder Blended Learning gewinnen an Popularität.

- Lehrbriefe werden oft durch Audio- und Videomaterial ergänzt. (Bild: Ramakers / Intuitivmedia)
Vollzeitarbeit, Familie und weiterführendes Studium unter einen Hut bringen – das ist möglich durch ein Fernstudium. Lehrende und Lernende sind zwar räumlich getrennt, aber der Lernerfolg wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Beim Fernstudium kommt die Hochschule zum Studenten nach Hause. Es ist somit auf mediale Vermittlung angewiesen. Frontalunterricht in den Präsenzphasen vervollständigt das Konzept.
Klassisches Leitmedium: Lehrbrief
Der Lehrbrief bleibt das klassische Leitmedium im Fernstudium. Er enthält das in Einheiten gegliederte Lernmaterial. Die Hochschule schickt die Lehrbriefe zum Studenten nach Hause. Da es sich dabei um Lernmaterial in Printform handelt, ist der größte Vorteil die Unabhängigkeit von technischen Einrichtungen. Der Lehrbrief stößt aber in vielen Studiengängen an seine Grenzen, daher wird er oft um Video- und Audiomaterialien ergänzt.
So funktioniert E-Learning
E-Learning steht für elektronisch unterstütztes Lernen. Es gibt zwei Arten des E-Learnings: online und offline. Wer sich für die Offline-Variante entscheidet, bekommt das Lernmaterial per Post nach Hause geschickt und lernt mit der passenden Lernsoftware und computer-basierten Trainings. Verläuft das E-Learning online, bieten die Hochschulen Online-Kurse und web-basierte Trainings im Internet an. Die Fernstudenten entwickeln mithilfe von kollaborativer Software gemeinsame Projekte in Echtzeit. Ein Vorteil des E-Learnings ist die schnelle Aktualisierung des Lernmaterials. Dabei ist zu beachten, dass fachliches Wissen mit E-Learning leichter zu vermitteln ist, als praktische Fertigkeiten.
Blended Learning: Die Mischung macht’s
Blended Learning (integriertes Lernen) ist die Kombination aus netzgestütztem Lernen und Präsenzphasen. Das Blended Learning vereint die Vorteile des E-Learnings mit den Vorzügen des Hörsaals. Einerseits lernen die Studenten ort- und zeitunabhängig, um sich andererseits in den Präsenzphasen direkt mit Dozenten und Kommilitonen auszutauschen. Die Fernstudenten erarbeiten den Stoff mit einer Lernsoftware. Sie haben via Web Zugang zu den digitalisierten Seminarunterlagen und Literaturverzeichnissen.
Die Fortschritte im Fernstudium ermitteln die Studenten mit Selbsttests. Anschließend diskutieren sie die schwierigen Fragen in Chat-Räumen mit ihren Kommilitonen und Online-Tutoren. Hat der Student alle Aufgaben gelöst, schickt er sie per E-Mail an seinen Dozenten.
Beim Blended Learning bieten die Fernhochschulen auch Präsenzphasen an. Dann findet die Wissensvermittlung face to face statt. Durch den Erfolg des Blended Learnings gewann auch das Online-Fernstudium an Popularität. Einige Hochschulen bieten mittlerweile ein komplettes Programm an. Beim Online-Fernstudium besuchen die Fernstudenten die Online-Vorlesungen ihrer virtuellen Hochschule am Bildschirm.
Autorin: Desislava Mohrmann
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Weitere Informationen zu den Vorteilen, Nachteilen und Voraussetzungen eines Fernstudium bietet Ihnen der Ratgeber zum Fernstudium: Fernstudium-Kompakt.de




