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Tipps fürs Gehaltsgespräch

Viele Bewerber bekommen ein mulmiges Gefühl, wenn zum ersten Mal ein Gehaltsgespräch anstehen. Denn beim Berufseinstieg ist es besonders schwierig, den eigenen Marktwert genau einzuschätzen und realistische Gehaltsvorstellungen zu äußern. Mit diesen Tipps sind sie bestens gerüstet.

Während sich Berufserfahrene bei Gehaltsverhandlungen an ihrem bisherigen Gehalt orientieren können, bleibt Berufseinsteigern nichts anderes übrig, als sich für anstehende Gehaltsgespräche so genau wie möglich über Branche und Unternehmen zu informieren.

Im Gehaltsgespräch muss man überzeugend auftreten. (Bild: Jakub Krechowicz / Fotolia.com)
Im Gehaltsgespräch muss man überzeugend auftreten. (Bild: Jakub Krechowicz / Fotolia.com)

Die Vorbereitung auf kommende Gehaltsgespräche beginnt in der Regel bereits mit dem Bewerbungsanschreiben, denn normalerweise wird in einer Stellenausschreibung um die Angabe der Gehaltsvorstellungen gebeten. Wer Personalverantwortlichen keinen unnötigen Grund geben möchte, die Bewerbung sofort auszusortieren, sollte dieser Bitte auf jeden Fall entsprechen. Zu diesem Zeitpunkt geht es allerdings erst um eine grobe Basis für die späteren Gehaltsgespräche; daher ist auch die Nennung einer Gehaltsspanne akzeptabel, die aber nicht zu groß gewählt werden sollte: Das heißt, einerseits die eigene Gehaltsvorstellung deutlich machen und dennoch genug Spielraum für die Gehaltsverhandlung oder die Berücksichtigung von Zusatzleistungen lassen.

Einstiegsgehalt nicht überbewerten

Generell sollte das Einstiegsgehalt nicht überbewertet, sondern vielmehr als Ausgangspunkt für die Gehaltsentwicklung in den ersten Berufsjahren gesehen werden. Dennoch ist sicher jedem Bewerber daran gelegen, diese Basis während der Gehaltsgespräche so hoch wie möglich anzusetzen. Daher gilt es, sich eingehend mit allen relevanten Daten und Argumenten auseinanderzusetzen, um die eigenen Gehaltsvorstellungen überzeugend vertreten zu können:

Qualifikation: Vorher anhand der eigenen Qualifikationen mögliche Beiträge zum Unternehmenserfolg zusammenstellen (z.B. Vertriebserfolge, Kosteneinsparungen, Projektabschlüsse).

Schwammige Gehaltsvorstellungen sind fehl am Platz

Und dann ist es soweit: Das Vorstellungsgespräch ist gut gelaufen. Nun geht es nur noch um das Einstiegsgehalt. Schwammige Gehaltsvorstellungen sind jetzt fehl am Platz, denn es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen sich mit Freuden am niedrigsten Gehalt orientieren wird. Der Bewerber sollte sich deshalb zwar eine Untergrenze überlegen, die er nicht zu unterschreiten bereit ist, im Gehaltsgespräch aber mit höheren Gehaltsvorstellungen beginnen, um genügend Verhandlungsspielraum zu haben. Weiterhin sollten folgende Punkte beachtet werden:

Sachlich: Nicht zu fordernd auftreten – Zahlen und überzeugende Argumente sprechen lassen. Auf keinen Fall persönliche Umstände (Familiäre Situation, Lebensstil usw.) bei der Gehaltsforderung ins Spiel bringen.

Dialog: Die kommenden Aufgaben und Projekte im Unternehmen zum Maßstab machen. Leistungsbereitschaft signalisieren.

Gehaltsentwicklung: Wenn große Differenzen während im Gehaltsgespräch auftauchen: Gemeinsam mit dem Arbeitgeber einen Plan zur Gehaltsentwicklung entwerfen.

Jahresgehalt: Immer nur vom Jahreseinkommen sprechen, sonst könnte es zu Missverständnissen bei der Anzahl der Monatsgehälter kommen: Nicht jedes Unternehmen zahlt ein 13. Gehalt.

Weiterführende Informationen:
Die acht wichtigsten Verhandlungstechniken
Gehalt: Master und Promotion im Vergleich

MBA: Gehalt
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