Entwicklung
Der Master-Abschluss ermöglicht eine flexible Karrieregestaltung. Welche Entwicklung der Master bietet, hängt vom Fachgebiet ab. In manchen Bereichen ist eine Karriere ohne ein Master-Studium oder eine Promotion kaum möglich.
Wer etwa in einem Consultingunternehmen Partner werden möchte, muss in der Regel einen Master oder promoviert haben. Dabei ist es nicht entscheidend, ob der Master schon beim Einstieg in das Unternehmen vorhanden ist, er kann nach einigen Jahren berufsbegleitend gemacht werden.

- Welche Entwicklungsmöglichkeiten bietet ein Master? (Foto: konradbak / Fotolia.com)
Ähnlich sieht es im Fach Chemie aus: Nahezu 100 Prozent der Bachelor-Studenten schließen laut Hochschul-Information-System einen Master an ihr Studium an. Viele werden danach noch promovieren. Denn ohne Master oder Promotion ist eine Karriere als Chemiker kaum vorstellbar.
Flexible Entwicklung durch den Master
Gerade in Deutschland wird wert auf Titel gelegt und mit einem Master in der Tasche stehen auf der Karriereleiter mehr Türen auf. Vorteile eines Masters sind die flexiblen Entwicklungsmöglichkeiten. Wer erst einmal Praxiserfahrung nach dem Bachelor-Studium sammelt und nach einigen Jahren im Beruf einen Master absolviert, kann sich sehr gezielt für ein Master-Programm entscheiden. Mit dieser Spezialisierung ist dann etwa im Consulting ein Aufstieg zum Partner möglich.
Schnellere Zulassung zum Examen möglich
Ein großer Unterschied zwischen Master-Studiengängen ist die Ausrichtung. Manche Studiengänge sind praxisorientiert, wie etwa ein Master in Architecture. Andere sind dagegen der Forschung und strategischen Aufgaben gewidmet. Ein praxisnaher und effektiver Master bietet sich etwa für zukünftige Wirtschaftsprüfer an.
An der Mannheim Business School kann berufsbegleitend ein Executive Master of Accounting and Taxation erworben werden. Im Anschluss an den Master gibt es eine schnellere Zulassung der Kandidaten zum Wirtschaftsprüferexamen. Außerdem werden einige Klausuren anerkannt und somit müssen die künftigen Wirtschaftsprüfer nur noch vier statt sieben Prüfungen absolvieren.
Nicht-konsekutiv studieren und zum Allrounder werden
Einige Master-Studiengänge, die nicht-konsekutiv sind, ermöglichen es den Absolventen einen breiteren Überblick zusätzlich zu ihrem Bachelor-Studium zu erlangen. So gibt es etwa einen Master in Management, der Ingenieuren Business-Know-How vermittelt. Die fertigen Technologie-Manager sind in der Automobilindustrie als Manager mit technischem Wissen gefragt. So ist schnell der Aufstieg zum Projektmanager oder Leiter einer Forschungsabteilung möglich.
Vor der Entscheidung für einen Master, sollten sich Bachelor-Absolventen genau informieren, welcher Master in der Branche gewünscht ist und die besten Entwicklungsmöglichkeiten bereithält.
Datum 4/10
Autorin: Dorothee Ragg




