Quote
Von der Master-Quote ist immer wieder die Rede. Eine Quote, die den Zugang zu einem Master-Studium einschränkt. Aber gibt es sie wirklich?

- Gibt es die Quote wirklich? (Bild: Klaus Eppele / Fotolia.com)
Die Frage nach der Master-Quote beantwortet Kolja Briedis, Verantwortlicher für Absolventenstudien vom Hochschul-Informations-System (HIS), ganz klar: „Es gibt keine offizielle Masterquote.“ Laut Studien der HIS liegen die Übergangsquoten zwischen Bachelor- und Master-Studium derzeit durchschnittlich bei ca. zwei Drittel.
Höhere Quote an Universitäten
An den Universitäten sind die Übergangsquoten etwas höher als an Fachhochschulen. Das liegt hauptsächlich an den unterschiedlichen Fächern. Kolja Briedis: „So sind die Übergangsquoten im Fach Chemie im Moment bei ca. 100 Prozent. Eine Besonderheit des Fachs Chemie, die es vor der Bologna-Reform schon gab. Da promovierten fast alle Chemie-Studenten.“ Briedis geht davon aus, dass die meisten Master-Studenten wahrscheinlich im Anschluss an den Master-Studiengang ebenso eine Promotion anstreben werden, wie das vor der Reform der Fall war.
Vorhersage der Quote ist schwierig
Bisher gibt es keine verlässlichen Zahlen über die Anzahl der künftigen Master-Studenten. Denn es lässt sich schwer vorhersagen wie viele Studenten direkt an ihr Bachelor-Studium ein Master-Studium anschließen. Außerdem gibt es die Möglichkeit nach dem Bachelor-Studium zunächst ins Berufsleben einzusteigen und erst nach einiger Zeit ein Master-Studium zu beginnen. Aber wann sich wie viele Studenten zu diesem Schritt entschließen, ist genauso schlecht im Voraus zu ermitteln. Wer sich für einen Master-Studiengang interessiert, erkundigt sich am besten bei der jeweiligen Universität, welche Aufnahmebedingungen es gibt. Oft setzen Hochschulen etwa einen Bachelor-Abschluss mit der Note 2,5 oder besser voraus.
Datum 3/10
Autorin: Dorothee Ragg
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