Der deutsche Arbeitsmarkt
MBA-Absolventen haben auf dem deutschen Arbeitsmarkt gute Chancen. Wer einen MBA-Abschluss mitbringt, erhöht seine Berufschancen deutlich.
Zu hohe Gehaltsvorstellungen und mangelndes Integrationsvermögen aufgrund überzogener Karriere-Erwartungen. Das sind nur zwei der Vorurteile über MBA-Absolventen. Noch vor kurzer Zeit standen gerade die mittelständischen Arbeitgeber dem MBA-Abschluss eher skeptisch gegenüber. Sie bemängelten etwa, dass die Absolventen der Business Schools zu sehr auf Management-Techniken ausgerichtet seien und sich schlecht auf spezifische Produkte, Mitarbeitergruppen und Unternehmenskulturen einstellen könnten.

- Höhere Berufschancen bei deutschen Arbeitgebern mit MBA-Abschluss. (Bild: Bernd Kröger / Fotolia.com)
Inzwischen scheint sich dies zu ändern: So ergab eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 680 Personalberatern im vergangenen Jahr, dass Führungskräfte ihre Berufschancen für eine Management-Tätigkeit bei mittelständischen Unternehmen sogar überdurchschnittlich erhöhen, wenn sie einen MBA-Abschluss vorweisen können.
Spezielle Einstiegsmöglichkeiten für MBA-Absolventen
Im Gegensatz zu angelsächsischen Ländern gibt es in Deutschland keinen speziellen Arbeitsmarkt für MBA-Absolventen. Einige Firmen bieten jedoch spezielle Einstiegsmöglichkeiten für MBA-Absolventen an oder einzelne Recruiter konzentrieren sich darauf, Einstiegsjobs für die MBA-Absolventen zu schaffen. Immer öfter sind Personalmanager auf MBA-Messen vertreten, um dort erste Kontakte zu künftigen Absolventen zu knüpfen. Die Kombination von Berufserfahrung und überfachlichen Qualifikationen wie Leadership und Kommunikationsstärke, die die Absolventen in besonderem Maße auszeichnet, ist bei vielen Firmen sehr gefragt. Dass die Skepsis gegenüber einem MBA-Abschluss in vielen Unternehmen langsam aber sicher zu weichen scheint, ergab auch eine von der Goethe Business School herausgegebenen Studie zum Thema „Effizienter Einsatz von MBA-Programmen in der Personalentwicklung“. Hier wurden 87 Unternehmen befragt, von denen 81 Prozent ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einräumen würden, an einem MBA-Studium teilzunehmen. Zwar hätten nur 18 Prozent der Unternehmen diese Möglichkeit bereits in ihre Personalentwicklung integriert, 24 Prozent könnten sich aber vorstellen, dies ebenfalls zu tun.
Den Vorgesetzten um Unterstützung bitten
Dabei kann sich die Förderung durch die Unternehmen für den Mitarbeiter sogar finanziell als lohnenswert erweisen: Denn ein Drittel der befragten Unternehmen gab an, die vollen Studiengebühren zu übernehmen und immerhin 53 Prozent wollen zumindest einen Anteil übernehmen. Gefördert würden vor allem Führungskräfte und Experten aus dem Finanzbereich, dem Marketing oder Vertrieb. In 75 Prozent der Fälle gehe die Initiative für eine solche Zusatzausbildung von den Mitarbeitern aus, nur bei 44 Prozent würden die Mitarbeiter von einem Vorgesetzten auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Wenn man mit dem Gedanken spielt, ein MBA-Studium aufzunehmen, kann es also nicht schaden, seinen Vorgesetzten um Unterstützung zu bitten.
11/2009
Autorin: Rebekka Baus
MBA-Programme
Auf der Suche nach dem richtigen MBA? In unserer Datenbank finden Sie den passenden Master of Business Administration:




