Einstieg: Karriere mit dem MBA
Lohnt sich der MBA? Wie Sie mit dem Master of Business Administration Ihre Karriereaussichten verbessern können und wie sich das Studium bezahlt macht.

- Karriere mit dem MBA (Bild: pressmaster / Fotolia.com)
Sehr viele ehemalige MBA-Studenten schätzen den Wert ihres MBA-Abschlusses als hoch oder sehr hoch für ihre Karriere ein. Viele erhalten ein höheres Gehalt und haben vom MBA profitiert, indem sie die Karriereleiter schneller erklommen haben, als dies ohne den Titel möglich gewesen wäre.
Auch in Zukunft gilt zwar: ein MBA ist nicht automatisch eine Garantie für eine attraktivere Position, ein höheres Gehalt oder eine Beförderung. Trotzdem: Je höher man in der Unternehmenshierarchie aufsteigt, desto mehr verliert Spezialistenwissen an Bedeutung.
Das General-Management-Know-how, das in der MBA-Ausbildung im Vordergrund steht, wird immer wichtiger. Vor allem für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler wie Natur- und Geisteswissenschaftler, Ingenieure und Juristen, die eine Management-Tätigkeit anstreben, kann der MBA die beruflichen Perspektiven daher bedeutend erweitern.
Mit dem MBA gut gerüstet in der Krise
Die Finanzkrise ist auch an den MBA-Absolventen nicht spurlos vorübergegangen. Aber der MBA bleibt laut einer Untersuchung der Association of MBAs selbst angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Situation stark und beliebt. Gerade MBAs und ihre Unternehmen seien besonders gut gegen die Wirtschaftskrise gerüstet.
Die bei der Staufenbiel-Studie MBATrends 2009/10 befragten Business Schools vermelden im Vergleich zum Vorjahr eine leicht rückläufige, wenn auch immer noch recht passable Zahl von Jobangeboten: In Europa haben im Schnitt 86 Prozent der Absolventen innerhalb von drei Monaten nach dem Abschluss eine neue Stelle gefunden, während es im Vorjahr noch 91 Prozent waren. Nach sechs Monaten hatten nur noch rund sechs Prozent keinen Arbeitsplatz. Bei den befragten US-Schulen haben im Durchschnitt 92 Prozent der Absolventen innerhalb von drei Monaten nach dem Abschluss eine neue Stelle.
MBA: Wo Karriere machen?
In Ausschreibungen werden MBA-Absolventen vor allem für herausgehobene Nachwuchspositionen, etwa Vorstandsassistenten, gesucht. Vielfach werden sie in zentralen Stabspositionen eingesetzt und mit Aufgaben in der strategischen Unternehmensplanung betraut. Während der Finanzsektor von der aktuellen Krise am stärksten betroffen ist, zeigt sich laut „GMAC Corporate Recruiter Survey 2009“ eine besonders große Nachfrage nach MBAs aktuell in den Bereichen Consulting, Healthcare und Pharma sowie im Energie- und Versorgungssektor.
Gehaltsaussichten: Lohnt sich der MBA?
Dass ein MBA sich nicht nur im Hinblick auf die Karriereperspektiven lohnt, sondern auch in finanzieller Hinsicht, kann man auch in Zeiten der Wirtschaftskrise feststellen. Während die Gehaltszahlungen im Vorjahr weiter konstant gestiegen sind, zeichnet sich momentan zwar eher ein Abwärtstrend der Gehälter ab, jedoch ist dieser nicht so stark wie erwartet.
Die Staufenbiel MBATrends-Studie 2009/10 zeigte die folgenden Ergebnisse: Die Absolventen der befragten amerikanischer Schulen verdienen ein durchschnittliches Grundgehalt von 102.000 US-Dollar. Bei den europäischen Schulen liegt das durchschnittliche Grundgehalt bei knapp 73.000 Euro.
Chancen mit dem MBA in Deutschland
Auch in Deutschland haben sich die Arbeitsmarkt-Perspektiven für MBAs deutlich verbessert: So ergab eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 680 Personalberatern im vergangenen Jahr, dass Führungskräfte ihre Berufschancen für eine Management-Tätigkeit bei mittelständischen Unternehmen sogar überdurchschnittlich erhöhen, wenn sie einen MBA-Abschluss vorweisen können.
Autorin: Rebekka Baus
Datum: 12/09
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