GMAT, TOEFL und die Motivation
Mehr über Wirtschaft lernen, das war Sascha Meissners Ziel, als er sich für ein MBA-Studium an der Handelshochschule Leipzig (HHL) bewarb. Lesen Sie, wie der ehemalige Leistungssportler den Bewerbungsmarathon meisterte.

- GMAT & Co.: Neben dem Job hat Sascha Meissner die Bewerbung für das MBA-Studium gemeistert (Bild: Privat)
Zunächst war alles noch ganz einfach, denn die Entscheidung für eine Business School fiel mir leicht. Dann aber begannen die Bewerbungsvorbereitungen. Bereits im November 2010 fing ich an, alle nötigen Unterlagen für die Bewerbung zusammenzustellen, um sie dann im April 2011 einreichen zu können.
Zuerst kam die Vorbereitung auf den GMAT. Für diesen Management-Test habe ich mich monatelang noch abends nach der Arbeit hingesetzt und gelernt. Ich war sehr ehrgeizig, denn ich wollte unbedingt eine hohe Punktzahl erzielen. Es wurden dann auch 660 Punkte und ich war mit meiner Leistung zufrieden. Die Vorbereitung auf den TOEFL-Sprachtest fiel mir nach diesem Marathon wesentlich leichter. Durch die intensive Vorbereitung auf den GMAT waren meine Englischkenntnisse ja schon optimal geschult.
Die Motivation
Anschließend kam das Motivationsschreiben an die Reihe. Zu den typischen Fragen gehörten etwa: Warum ein MBA? Und warum an dieser Schule? Daneben gab es noch einen persönlicher Teil, in dem ich darlegen musste, was ich der Klasse geben kann. Für die Beantwortung dieser Frage habe ich auf meine fünfjährige IT-Beratungserfahrung und meinen parallel dazu betriebenen Leistungssport zurückgegriffen. Durch die Beratertätigkeit war ich geschult im analytischen und strukturierten Denken. Mit dem Leistungssport belegte ich meine Zeitmanagementkompetenzen, Disziplin und Ausdauer. Meine interkulturellen Kompetenzen konnte ich dann durch mein Auslandssemester an der University of Georgia und mein späteres IT-Projekt in Indien hervorheben.
Die beiden geforderten Referenzschreiben habe ich von zwei meiner ehemaligen Professoren aus Deutschland und den USA bekommen. Zu ihnen hatte ich schon während des Studiums einen ziemlich guten Draht.
Das Interview
Nachdem ich die Bewerbungsunterlagen losgeschickt hatte, kam die Einladung zum persönlichen Gespräch relativ schnell. Mein Gesprächspartner war der damalige Dean der HHL. Wir haben über meinen bisherigen Werdegang, meine Interessen und über politische Themen gesprochen. Ein Teil des Gesprächs lief sogar auf Englisch. Bewerber, die aus dem Ausland sind, dürfen ihre Interviews oft auch über Skype führen, damit sie dafür nicht extra anreisen müssen. Von anderen Studenten weiß ich, dass sie im Gespräch Case Studies oder auch Brainteaser lösen mussten. Gefragt wurde etwa: Wie viele Golfbälle passen in einen Bus? Das blieb mir zum Glück erspart.
Von Kommilitonen habe ich jetzt gehört, dass im Bewerbungsprozess in Zukunft wohl ein stärkerer Fokus auf das Interview gelegt wird. Soziale Kompetenzen sind in einem Studiengang, der von Teamarbeit, Dialog und Diskussion lebt, eben unerlässlich.
Gastvorlesung bestärkte meinen Entschluss
Vor dem Interview durfte ich auch eine Gastvorlesung besuchen. Organisiert hat das die zuständige Recruiting-Verantwortliche der Business School. Mit ihr stand ich während des Bewerbungsprozesses häufig in Kontakt. Dabei habe ich gelernt, dass es bei der Bewerbung auf keinen Fall schadet, Interesse zu signalisieren und auch mal Präsenz vor Ort zu zeigen. Außerdem kann man sich so schon mal mit der Umgebung vertraut machen.
Für ausländische MBA-Studenten gibt es zusätzlich eine spezielle Orientierungswoche und vorbereitende Deutschkurse. Nachdem die Gastvorlesung mich in meinem Entschluss weiter bestärkt hatte, kam dann zum Glück auch bald die Zusage: Zulassung zum MBA-Studium mit Studienbeginn im September 2011. Geschafft!
Datum: 04/12
Zur Person
Sascha Meissner studierte Wirtschaftsinformatik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Während des Studiums absolvierte er ein Auslandssemester an der University of Georgia. Bevor er sein Vollzeit-MBA-Studium 2011 an der Handelshochschule Leipzig begann, war er IT-Consultant in einem IT- und Beratungsunternehmen.
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