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Referenzen

Den Referenzen kommt eine große Bedeutng zu: Denn sie können den Gesamteindruck des Bewerbers positiv verstärken und Hintergrundinformationen zu seinen akademischen und beruflichen Leistungen geben.

Häufige Themen

Fragen zu den mit der MBA-Ausbildung verbundenen Zielen können sein:

- „Describe your specific career aspirations. How will your goals be furthered by an MBA degree, and our MBA degree in particular?“

- „If you are not admitted, what alternatives will you consider?“

Fragen zur Bewertung der eigenen Persönlichkeit können sein:

- „What do you feel are your major strengths and weaknesses? Please provide examples to illustrate this!“

- „Describe a situation in which you played a leadership role. What important things did you learn about yourself and others through this experience?“

Ethische Fragestellungen können sein:

- „Describe an ethical dilemma you have experienced firsthand. How did you manage and resolve the situation?“

Fast alle Business Schools verlangen mindestens zwei Referenzen, möglichst aus dem beruflichen Bereich. Die meisten Schulen akzeptieren es aber auch, wenn eine der beiden akademischen Ursprungs ist.

Sofern man den aktuellen Arbeitgeber zugunsten eines Vollzeitstudiums verlassen will, kann die entsprechende Referenz zu einem Problem werden. In diesem Fall kann der Bewerber versuchen, kreativ zu sein und beispielsweise zufriedene Kunden, Lieferanten oder Investoren um eine Referenz bitten. Ist dies auch nicht möglich, empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Admissions Office, das in begründeten Ausnahmefällen manchmal das Nachreichen der Arbeitgeberreferenz akzeptiert.

Besonders die amerikanischen Business Schools – aber auch viele europäische – erwarten sehr detaillierte Empfehlungen. So wird etwa eine Bewertung von Persönlichkeitsmerkmalen wie Kreativität, Motivation, Reife, Ausdauer, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Selbstvertrauen, aber auch von Intelligenz und analytischen Fähigkeiten verlangt.

 

Wichtige Stärken und Schwächen sowie die Leistungen des Bewerbers im Studium oder Beruf sind genau zu schildern. Fragen wie „In what areas does the applicant need improvement or growth?“ oder „Do you know of any personal circumstances or conditions which might affect the applicants performance at the school?“ sind keine Seltenheit.

Auch wenn manche Schulen in punkto Referenzen keine Vorgaben machen, erwarten sie letztlich doch ähnlich detaillierte Informationen.

Tipps für Referenzschreiben

Es kann also eine schwierige Aufgabe sein, ein Empfehlungsschreiben für einen MBA-Aspiranten zu verfassen – nicht nur, weil es in einer Fremdsprache formuliert werden muss. Mit diesen Tipps fällt es leichter:

  • Falls das Referenzformular der Business School keine strukturierenden Fragen enthält, sollten dem Verfasser der Referenz möglichst klare Vorgaben im Hinblick auf Zielsetzung und Inhalt der Referenz gemacht werden.
  • Vor allem in den USA ist eine sehr enthusiastische, blumige Ausdrucksweise, die nicht an Lob spart, in Referenzschreiben üblich. Daher empfiehlt es sich, dem „Referee“ ein entsprechendes Textbeispiel zur Verfügung zu stellen oder ihm einen Textvorschlag zu unterbreiten, damit er das Schreiben entsprechend formulieren kann.
  • Viele Bewerber begehen den Fehler, den Aussteller der Referenz aufgrund seiner bedeutenden Stellung auszuwählen, ohne dass dieser den Bewerber genau kennt. Gerade das ist jedoch entscheidend. Denn die Empfehlung muss auch angeben, wie lange der Aussteller den Bewerber kennt und in welchem Verhältnis er zu ihm steht.
  • Die Empfehlung sollte keine vage Bewertung des Bewerbers, sondern eine aussagefähige Darstellung seiner persönlichen Qualifikationen und bisherigen Leistungen enthalten.
  • In vielen Fällen bietet sich folgende Vorgehensweise an: Der Bewerber füllt den Kopf des Formulars aus, unterschreibt dabei eine Erklärung, dass er auf Einsicht in die Referenz zugunsten der völlig freien Meinungsäußerung des Beurteilenden verzichtet und übergibt das Formular (eventuell mit einigen Unterlagen wie zum Beispiel Lebenslauf, einen Abriss bisheriger Studienleistungen oder Praktikumszeugnissen) dem Beurteilenden. Die Referenz kann dann in einem versiegelten Umschlag (Stempel und Unterschrift auf Kuvert-Rückseite) den restlichen Bewerbungsunterlagen beigelegt werden. Das hat – im Vergleich zum getrennten Versand durch den Beurteilenden – den Vorteil, dass alle Unterlagen zusammen beim Admissions Office eintreffen.
  • Da die meisten MBA-Interessenten sich gleichzeitig bei mehreren Institutionen bewerben, kann man unter Umständen auch ein repräsentatives Formular einer einzelnen Business School für alle Bewerbungen verwenden oder ein solches kreieren. Hier kann man sowohl die Möglichkeit der freien verbalen Bewertung als auch die Beurteilung anhand vorgegebener Kriterien in tabellarischer Form (etwa Engagement: überdurchschnittlich/durchschnittlich/unterdurchschnittlich)
    vorsehen.

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