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Berufsbegleitendes Studium: Eine Win-Win-Situation

Manchmal kommt der Punkt, an dem es im Job nicht mehr weitergeht. Keine Aufgaben ist noch eine Herausforderung. Wenn der Karriereweg in der Sackgasse steckt, kann eine akademische Weiterbildung die richtige Lösung sein und neue Perspektiven eröffnen.

Fachspezifische Mitarbeiter werden oft in den eigenen Reihen gesucht. Chancen hat nur, wer über die richtigen Qualifikationen verfügt. Es bedeutet aber auch, seinen Lebensstandard einzuschränken.

Ein berufsbegleitendes Studium ist eine Doppelbelastung. Hier gilt es, Arbeit und Studium unter einen Hut zu bringen. (Bild: SimonMcConico/istock)
Ein berufsbegleitendes Studium ist eine Doppelbelastung. Hier gilt es, Arbeit und Studium unter einen Hut zu bringen. (Bild: SimonMcConico/istock)

„Ein Vollzeitstudium hätte eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit bedeutet. Damit hätte ich das Studium nicht finanzieren können“, so Robert Messing, ausgebildeter Diplom-Kaufmann. Er absolviert gerade ein Fernstudium in Wirtschaftsrecht an der TU Kaiserslautern und der Uni des Saarlandes. „Ich möchte irgendwann aufsteigen, dazu brauche ich den Master-Abschluss. Außerdem wollte ich meine bestehenden Kenntnisse im Bereich Wirtschaftsrecht vertiefen.“
Der Diplom-Kaufmann wird dabei von seinem Arbeitgeber mit 50 Prozent der Studiengebühren und einem Sonderurlaub für die Präsenzphase im Studium unterstützt.

„Ein berufsbegleitendes Studium lohnt sich“

Dass das keine Seltenheit ist, bestätigt auch Dr. Harald Beschorner, Kanzler der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Essen. „Viele Firmen haben die Chancen der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter bereits erkannt. Sie haben Konzepte entwickelt, die verdeutlichen, dass sich ein berufsbegleitendes Studium lohnt.“ Die Doppelbelastung auf die Arbeitnehmer wird zumindest finanziell und mit Urlaub honoriert.

Empfehlung des Arbeitgebers

Die Möglichkeiten, ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren, sind vielfältig. Als Fernstudium, Teilzeitstudium, Abend- oder Wochenendstudium kann jeder innerhalb von etwa vier bis zehn Semestern einen akademischen Grad erlangen.
Voraussetzung dafür ist, dass der Bewerber über einschlägige Berufserfahrung verfügt und sich in einem Arbeitsverhältnis befindet. Aufbaustudiengänge sind oft konsekutiv angelegt. Der Bewerber muss ein umfassendes Erststudium absolviert haben und über qualifizierende Berufserfahrung verfügen. Daher wird oftmals nach einer eindeutigen Empfehlung des Arbeitgebers gefragt.

Berufsbegleitendes Studium zeigt Belastbarkeit und Engagement

Robert Messing hat diese Empfehlung bekommen und wurde zum Studiengang „Wirtschaftsrecht“ zugelassen. „Mit dem Master in Commercial Law bekomme ich Zugang zum besseren Jobaussichten. Der Aufstieg erfolgt aber nicht automatisch, sondern über eine erneute Bewerbung auf eine dementsprechende Stelle“, so Messing. Doch das ist wieder ein anderes Kapitel seines Lebens.
In jedem Fall verbessert das Studium seine Aufstiegsmöglichkeiten, denn es zeigt Belastbarkeit und Engagement. Das sieht im Lebenslauf besonders gut aus. Es bietet nicht nur dem Arbeitnehmer persönlichen Aufstieg, sondern bringt auch dem Arbeitgeber den Vorteil, qualifiziertes Fachpersonal in den eigenen Reihen rekrutieren zu können: eine Win-Win-Situation für beide Parteien.


Autorin: Susann Kobs
Datum: 12/10


 

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