Es ist nicht alles Gold: Qualität von Master-Kursen
Wer mit dem Master liebäugelt, steht vor einem riesigen Angebot an Studiengängen. Das macht es nicht einfacher, die Qualität der Programme zu beurteilen. So machen Studenten den besten Fund.

- Es ist nicht alles Gold - ein Master-Programm will gut geprüft sein. (Bild: clearview /iStock)
Die Bachelor-Arbeit liegt hinter ihr. Tina Hinz baut gerade ihren Bachelor of Science in VWL. Den Master möchte sie am liebsten gleich im Herbst anschließen – wenn alles klappt. „Das, was ich weiß, reicht mir noch nicht. Wenn ich die Chance habe, mein Wissen jetzt noch zu erweitern, dann mache ich das“, steht für sie fest. Master-Studiengänge in Bonn, Nürnberg und Berlin interessieren die 23-Jährige. Das Angebot ist fast unüberschaubar. Etwa 5.500 Master-Studiengänge boten deutsche Hochschulen laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im Wintersemester 2010/2011 an. „Unsicherheit ist definitiv da“, sagt Hinz, „denn noch suche ich nach dem besten Master für mich. Die große Auswahl macht es nicht leichter.“ Wie Tausende andere Studenten sucht sie nach handfesten Kriterien, wie sie die die Qualität der Studiengänge beurteilen kann. Denn es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Master-Recherche starten
Vor der Entscheidung für einen Studiengang müssen Studenten erst einmal für sich selbst klären, was sie vom Master erwarten. Oft sind sie unsicher, ob die Inhalte zu ihrem Berufswunsch passen. Studienberater und Master-Beauftragte sind da die richtigen Ansprechpartner. Swantje Winkel von der Zentralen Studienberatung der FU Berlin rät: „Wir können allgemeine Fragen zur Hochschule beantworten, und bei fachspezifischeren Fragen zu einzelnen Master-Studiengängen leiten wir die Studenten an die entsprechenden Studienfachberater weiter.“ Ob bestimmte Unternehmen einen bestimmten Master verlangen, kann auch ein Anruf bei der jeweiligen Firma oder ein Blick auf die Homepage klären. Mit diesen Infos in der Hinterhand kann die
Recherche nach goldenen Programmen starten.
Erste Orientierungshilfe ist die Akkreditierung
Dann geht die Suche nach guten Studiengängen und noch besseren Hochschulen weiter. Eine Akkreditierung liefert erste Orientierung. „Das Siegel erhält nur, wer die Überprüfung durch eine Akkreditierungsagentur besteht“, sagt Simone Kroschel, Referentin der Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS). Es garantiert ein Mindestmaß an Qualität und internationalen Standards. „Die Kontinuität ist außerdem durch die begrenzte Gültigkeit des Siegels gewährleistet“, betont Kroschel. So überprüfen die Gutachtergruppen der Agenturen einen Studiengang nach fünf Jahren erneut. Eine Akkreditierung allein ist aber noch lange nicht das Maß aller Dinge. Wer Hochkarätiges will, muss gründlich recherchieren.
Informationen aus erster Hand
Hochschulen und ihre Studienberatungen sind die nächsten Anlaufstellen. An vielen Universitäten gibt es Beauftragte für jeden Master-Studiengang. „Dort bekommen Interessierte detaillierte Informationen zu einzelnen Studiengängen“, sagt Winkel von der Zentralen Studienberatung der FU Berlin. „Außerdem sollten sich Studenten von der Hochschule selbst einen Eindruck machen. Tage der offenen Tür und Informationsveranstaltungen sind gute Möglichkeiten dafür“, rät sie.
Hinz hat eine solche Info-Veranstaltung besucht: „Die Veranstaltung wurde von den Fachbereichen für die einzelnen Master-Studiengänge ausgerichtet. Da bekomme ich Informationen aus erster Hand.“
Auch in eine Vorlesung können die Master-Studenten von morgen hineinschnuppern. Und wenn man schon mal da ist, bietet sich der Gang zu Studentenorganisationen und Fachschaften an.
Tina Hinz hat soziale Netzwerke genutzt, um einem Master-Studenten an der Uni Nürnberg Fragen zu stellen: „Durch Facebook war das ganz einfach. So habe ich noch mehr über den Master ‚Arbeitsmarkt und Personal’ erfahren, der mich interessiert." So geht es weiter: Darauf müssen Sie bei Rankings achten und darum ist Internationalität so wichtig.
Master-Studiengänge
In unserer Datenbank finden Sie rund 3.000 Master-Studiengänge an Hochschulen im In- und Ausland:





