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Master im Handel: Gute Aussichten

Wer in Unternehmen der Handels- und Konsumgüterbranche das nötige Spezialwissen mitbringt, hat gute Chancen auf eine lukrative Führungsposition. Grund genug für ein Master-Studium.

Master-Studium im Handel: Den Arbeitgeber überzeugen (Bild: iStockphoto/Silvrshootr)
Master-Studium im Handel: Den Arbeitgeber überzeugen (Bild: iStockphoto/Silvrshootr)

„Ich wollte mich persönlich weiterentwickeln und beruflich besser qualifiziert sein“, beschreibt Anja Gräfe ihre Motivation, schon nach einem halben Jahr im Job ein Master-Studium zu beginnen.

Weiterbildung zeitnah angehen

Mit dem Thema Weiterbildung beschäftigt sie sich sowohl aus Mitarbeiter- als auch aus Arbeitgebersicht: Beim Hamburger Zigarettenhersteller Reemtsma arbeitet sie im Personalbereich und steht kurz vor dem Abschluss ihres Master-Studiums in „Business Administration“ mit der Vertiefung „Human Resources Management“.

Persönliche Weiterentwicklung und berufliches Fortkommen sind die wichtigsten Motive für eine Weiterbildung. Gerade in Branchen wie Handel oder Konsumgüterindustrie, die gerne Bachelor-Absolventen einstellen, ist es wichtig, am Ball zu bleiben. Denn die lukrativen Führungspositionen sind meist Mitarbeitern mit dem nötigen Spezialwissen vorbehalten.

Mitarbeiter individuell fördern

Die Unternehmen bereiten ihren Führungsnachwuchs deshalb gezielt auf ihren zukünftigen Einsatzbereich vor. „Alles, was man für das Einzelhandelsgeschäft wissen muss, lernen unsere Trainees von der Pike auf“, bestätigt Ulf Marquardt, Bereichsleiter Recruiting Deutschland bei Lidl. Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für eine formelle Weiterbildung ist, beantwortet Marquardt so knapp wie eindeutig: „Immer.“ Deshalb gebe es bei Lidl auch keine festen Zeiten für Weiterbildungsmaßnahmen. „Wir versuchen, jeden Mitarbeiter so individuell wie möglich zu fördern.“

Wer mit dem Gedanken spielt, bei seinen Qualifikationen draufzusatteln, sollte das so früh wie möglich in die Tat umsetzen - etwa durch einen berufsbegleitenden Master. Sonst besteht die Gefahr, die Gelegenheit zu verpassen. „Wenn ich zu lange gewartet hätte, dann hätte ich irgendwann die Kurve nicht mehr gekriegt“, schildert Anja Gräfe ihren Entschluss zur Weiterbildung.

Das passende Master-Programm im Handel

Das Master-Studium begann Anja Gräfe bereits ein halbes Jahr nach ihrem Bachelor-Abschluss. „Zu diesem Zeitpunkt war ich das Lernen für Klausuren noch gewohnt und machte mich deshalb zusammen mit einer früheren Kommilitonin und Freundin auf die Suche nach einem passenden Master-Programm. Später wäre mir das vermutlich viel schwerer gefallen.“

Die Unterstützung der Kollegen und besonders ihrer Vorgesetzten half Anja Gräfe. Die Förderung durch den Arbeitgeber kann sehr unterschiedlich ausfallen. Bei Anja Gräfe übernahm das Unternehmen einen Teil der Studiengebühren.

Wie sage ich's dem Chef?

Eine gute Gelegenheit, den Arbeitgeber von einer Weiterbildung zu überzeugen, sind Mitarbeitergespräche. „In unserem Unternehmen finden regelmäßige Beurteilungs- und Zielvereinbarungsgespräche statt, auf deren Grundlage auch Weiterbildungsmaßnahmen vereinbart werden können“, erläutert Ulf Marquardt die Praxis.

Ist das Unternehmen überzeugt, bleibt die Frage, ob die Weiterqualifikation im Unternehmen oder außerhalb durchgeführt werden sollte. Beides hat seine Vorteile. „Um neues Wissen ins Unternehmen zu holen und gleichzeitig auf vorhandenem Wissen aufzubauen, setzen wir auf eine gute Mischung zwischen interner und externer Weiterbildung“, so Marquardt.

Datum: 04/10
Autor: Heinz Peter Krieger

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