Neue Studie: Gute Chancen auf Master-Studium an Wunsch-Uni
Bachelor-Absolventen sind derzeit in der glücklichen Position, sich ihre Hochschule für ein weiterführendes Master-Studium aussuchen zu können. Die aktuelle Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) belegt dies mit eindeutigen Zahlen: Rund 90 Prozent der Bachelor-Absolventen konnten an ihrer Wunschhochschule weiterstudieren.

- Dem Studium an der Wunsch-Uni steht wenig im Wege. (Bild: gozdeo / sxc.hu)
„Die bisherige Sorge um die Zulassung zum Master-Studium ist im Normalfall unbegründet“, erläutert Gregor Fabian, Mitautor der HIS-Studie. Mehr als 10.000 Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2009 befragte HIS für die Studie in einer bundesweit repräsentativen Untersuchung.
Der Wunsch, mit einem Master seine Kenntnisse zu vertiefen, ist bei Bachelor-Absolventen nach wie vor groß. 77 Prozent der Uni-Absolventen und 53 Prozent der FH-Absolventen schließen ein weiteres Studium, häufig das Master-Studium, nach ihrem Abschluss an. Gründe hierfür sind meist die persönliche Motivation und der Wunsch nach Weiterbildung. Die Befürchtung, mit dem Bachelor-Abschluss keinen Job zu finden, spielt bei der Entscheidung kaum eine Rolle.
Ein Master-Studium wird häufig mit dem Ziel begonnen, mit dem weiteren Abschluss den eigenen fachlichen und beruflichen Neigungen nachgehen zu können und sich in seinem Fachbereich zu spezialisieren. Steigen Bachelor-Absolventen direkt in das Berufsleben ein, gehen sie oft einem festen Berufsziel nach, haben den Wunsch Geld zu verdienen und verbinden mit dem Abschluss gute Berufsaussichten.
Geringe Arbeitslosenquote unter Bachelor-Absolventen
Diese Annahme bestätigt die HIS-Studie: Die Arbeitslosenquote aller Bachelor-Absolventen liegt ein Jahr nach dem Abschluss bei nur drei Prozent für FH-Absolventen und zwei Prozent für Uni-Absolventen. Im Vergleich dazu sind vier Prozent der Absolventen mit Diplom, Magister oder Staatsexamen ein Jahr nach dem Abschluss arbeitslos. Der positive Trend bestätigt sich auch darin, dass lediglich drei Prozent der Fachhochschulabsolventen und fünf Prozent der Uni-Absolventen mit den traditionellen Abschlüssen und sieben Prozent der Bachelorabsolventen mit FH-Abschluss in unterqualifizierten Jobs arbeiten. Uni-Absolventen mit Bachelor-Abschluss haben es vor allem in den Geisteswissenschaften noch schwer. Hier ist jeder Vierte ein Jahr nach dem Abschluss unterqualifiziert beschäftigt.
Kaum Unterschiede bei Einstiegsgehältern
Der Erfolg von Bachelor und Master zeichnet sich auch in den Brutto-Jahresgehältern für Vollzeitbeschäftigte ab. Bachelor-Absolventen einer FH liegen mit einem Anfangsgehalt von durchschnittlich 33.650 Euro nur zehn Prozent unter den Einstiegsgehältern von Diplom-Absolventen. Bei den Uni-Absolventen ist ebenfalls kein großer Unterschied erkennbar. Wirtschaftswissenschaftler mit Bachelor-Abschluss erhalten ungefähr 33.000 Euro, Absolventen mit Diplom 37.500 Euro.
Datum: 11/11
Autorin: Julia Orgelmacher





