Ingenieure: Gute Aussichten mit Master
Der Master of Engineering richtet sich an Bachelor-Absolventen der Ingenieurwissenschaften. Ob sich der höhere Abschluss wirklich lohnt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

- Für viele Ingenieur-Jobs ist ein Master-Abschluss Grundvoraussetzung. (Bild:Yuri Arcurs / istock)
Während viele Unternehmen sich noch schwertun mit dem Bachelor, wurde der Master in den vergangenen Jahren immer beliebter. Fast 90 Prozent der Unternehmen akzeptieren mittlerweile den Master, und es ist naheliegend, dass er in Zukunft den traditionellen Diplom-Abschluss überholen wird. Das ergab die Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2011. Das Diplom an Universität und FH ist allerdings gerade bei den Ingenieurberufen immer noch ein Gütesiegel und bevorzugter Abschluss bei Unternehmen. Diplom-Studiengänge bieten die Hochschulen aber mittlerweile nicht mehr, sodass sich die Situation in Zukunft ändern dürfte.
Master oder Berufseinstieg
Gerade Unternehmen, die Ingenieure einstellen, ist der Bachelor immer noch nicht ganz geheuer. Zwar handelt es sich dabei um einen berufsqualifizierenden Abschluss, der genug Praxisnähe und Fachwissen ausweisen sollte, um sich auf dem Markt zu behaupten. Mit einem Diplom oder einem Master ist die dreieinhalbjährige Bachelor-Ausbildung aber nicht zu vergleichen. Ein Master nutzt vor allem dann, wenn Absolventen noch keine Berufserfahrung haben. Viele Absolventen steigen auch zunächst in den Arbeitsmarkt ein und entscheiden sich nach einer Zeit der Praxiserfahrung dafür, sich durch einen Master weiter zu qualifizieren.
Struktur des Studiengangs
Inklusive Abschlussarbeit dauert ein Master-Studium in der Regel drei bis vier Semester, an deren Ende der Titel „Master of Science“ oder „Master of Engineering“ steht. Der Master kann auch berufsbegleitend oder als E-Learning-Studium absolviert werden. Allerdings sind die berufsbegleitenden Studiengänge meist kostenpflichtig. Ein Vorteil ist, dass immer mehr Unternehmen ein Master-Studium unterstützen, sei es durch eine Finanzierung oder Teilfinanzierung, sei es durch Freistellungen von der Arbeit. Schon im Vorstellungsgespräch sollten sich Interessenten darüber informieren.
Argumente für den Master
Viele Absolventen erhoffen sich ein höheres Einstiegsgehalt durch einen Master-Abschluss. Das ist angesichts der qualitativ hochwertigen Ausbildung zwar naheliegend und möglich, aber nicht zwingend. Für viele Stellen ist ein Master-Abschluss die Grundvoraussetzung, sodass sich mehr und attraktivere Möglichkeiten zum Jobeinstieg finden. Das liegt natürlich auch an der fachlichen Qualifizierung, denn schließlich sind die vertieften Kenntnisse auch den Arbeitgebern mehr wert. Die Ausbildung an den Fachhochschulen ist dabei tendenziell praxisorientierter als an den Universitäten. Dennoch unterscheidet die Ausrichtung von Fall zu Fall. Man sollte sich deshalb vor Ort und auf den Homepages der Institute genau informieren.
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Datum: 5/11
Autor: Edgar Naporra




