Fortsetzung: Master in grenznahen Gebieten

- WG in eigener Doppelhaus-hälfte mit Garten - nichts Ungewöhnliches. (Bild:carre23/sxc.hu)
Master-Studiengänge gelten in den Niederlanden als eigenständige Studiengänge, sie können auch nach einigen Jahren im Beruf oder berufsbegleitend absolviert werden. Oft entfällt die Zulassungsbeschränkung durch bestimmte Mindestnoten. Jedoch können besondere Aufnahmebedingungen anstehen, zum Beispiel Aufnahmegespräche und künstlerische oder fachspezifische Prüfungen.
Intensivsprachkurs mit Kommilitonen
Besonderen Wert legen die Hochschulen auf Grundkenntnisse der niederländischen Sprache. Bei Kommilitonen und Dozenten kommt es schlecht an, wenn sich ausländische Studenten nur in der Muttersprache unterhalten, und auch für das Leben neben der Uni ist es ratsam sich Basiskenntnisse anzueignen – selbst wenn es für das Studium nicht zwingend nötig ist. Häufig verlangen die Unis Kenntnisse auf dem Niveau NT2, dem niederländischen Sprachstaatsexamen, das überall in den Niederlanden gilt. Das bedeutet, dass Studenten die Sprache lesen, sprechen und schreiben können. Die meisten Schulen kooperieren mit Sprachschulen. Sie bieten mehrwöchige Intensivsprachkurse speziell für deutsche Bewerber an. Das ist zwar etwas teurer aber schnell und effizient, um die Sprache zu lernen. Studenten können auch Kurse von Bildungseinrichtungen, etwa der Volkshochschule, belegen. Studenten aus Grenzgebieten, die schon in der Schule Niederländisch lernen können, haben es da leichter.
Für ein Master-Studium in den Niederlanden fallen Studiengebühren an. Im Studienjahr 2011-2012 lagen diese bei etwa 1.700 Euro. Studenten können den Betrag als Einmalzahlung oder in Raten abzahlen. Weitere Möglichkeiten: Eine Finanzierung mit Auslands-BAföG mit maximal 670 Euro plus Kindergeld ist genauso möglich wie die Nutzung der niederländischen Studienfinanzierung.
Hierbei dürfen Studenten nicht älter als 30 Jahre sein und müssen einen Nebenjob von mindestens 32 Stunden im Monat annehmen. Dann erhalten sie maximal 794 Euro. Weitere Informationen bei der IB-Groep: www.ib-groep.nl
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Datum: 08/11
Autorin: Julia Orgelmacher




