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Überblick: Hörsaal oder Berufseinstieg?

Den Bachelor geschafft? Dann stellt sich die Frage nach dem Master-Studiengang. Oder doch lieber erst Berufserfahrung sammeln? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Uni oder Job? (Bild: Vege / Fotolia)
Uni oder Job? (Bild: Vege / Fotolia)

Zuerst zum Master. Während im Bachelor-Studium in sechs Semestern die wichtigen fachlichen Grundlagen gelegt wurden, geht es im Master um tieferes Wissen oder auch darum, einen anderen Schwerpunkt zu setzen. Je nachdem, ob sich Bachelor-Absolventen für einen konsekutiven oder einen nicht-konsekutiven Studiengang entscheiden.

Bei einem konsekutiven Master-Studiengang wird auf den Grundlagen des Bachelor-Studiums aufgebaut. Anders sieht es beim nicht-konsekutiven Master aus. Ein Bachelor of Science könnte hier etwa mit einem Master of Arts kombiniert werden.

Ein besonderer Abschluss ist sicherlich der Master of Business Administration (MBA), für den aber fast immer Berufserfahrung vorausgesetzt wird.

Konsekutiver oder nicht-konsekutiver Studiengang?

Die erste Entscheidung ist dann die zwischen einem konsekutiven oder nicht-konsekutiven Studiengang. Konsekutive Master-Studiengänge bauen inhaltlich direkt auf einem Bachelor-Studium auf. Sie sind also vor allem für Bachelor-Absolventen geeignet, die ihre fachlichen Kenntnisse aus dem Bachelor-Studium vertiefen möchten.

Nicht-konsekutive Master-Studiengänge schließen dagegen nicht direkt an ein bestimmtes Bachelor-Studium an. Die Studenten erwerben hier eine Zusatzqualifikation. Nicht-konsekutive Master-Studiengänge lohnen sich, wenn für die beruflichen Ziele Qualifikationen gefragt sind, die das Erststudium noch nicht vermittelt hat. Dabei kann es um eine zusätzliche fachliche Spezialisierung gehen oder um die eher generalistische Vorbereitung auf spätere Führungspositionen, wie sie ein MBA-Studium bietet.

Wer bereits berufstätig ist, sollte sein Master-Studium auch mit seinem Arbeitgeber abstimmen. Hier bietet sich die Wahl eines berufsbegleitenden Studiengangs an, der vom Unternehmen vielleicht sogar – durch Freistellungen oder finanzielle Hilfen – unterstützt wird.

Eigene Ziele

Ob es sinnvoll ist, den Master direkt an das Bachelor-Studium anzuhängen, ist individuell sehr unterschiedlich. Die Entscheidung hängt vom eigenen Karriereziel ab. Manche Positionen – gerade in größeren Unternehmen – setzen formal einen Master-Abschluss voraus. Wer dann nach dem Bachelor die Hochschule verlassen hat, hat schlechte Karten. Ob Fachhochschule oder Universität spielt meist dabei keine Rolle.

Allerdings gibt es auch Einstiegsbereiche und -branchen, in denen Bachelor-Absolventen sehr gerne genommen werden, etwa im Handel oder auch in der Industrie, wenn es um die Herstellung geht.

Inhalte ändern sich

Wer für sich aber entschieden hat, auf jeden Fall einen Master absolvieren zu wollen, ist gut beraten, das nicht mit einigen Jahren Abstand zum Bachelor zu tun. Um Berufserfahrung zu sammeln, sind Praktika sinnvoller. Denn fast immer dauert ein späterer Master-Studiengang länger als einer, der direkt an den Bachelor angeschlossen wird. Der Grund dafür ist, dass sich Studieninhalte – vor allem in den technischen Studienrichtungen – ändern. Die Halbwertzeit des Wissens wird immer kürzer. Manche Hochschulen verpflichten die Wiedereinsteiger deswegen zu Zusatzseminaren, um eventuellen Wissenslücken vorzubeugen.

Und auch für die Unternehmen kann es problematisch werden, wenn Mitarbeiter wieder für mindestens zwei Jahre zurück an die Hochschule gehen. In hoch spezialisierten Unternehmen mit schnellen Innovationszyklen kann der Wiedereinstieg nach dem Master dann schwierig werden.

Fazit: Wer auf jeden Fall einen Master aufsatteln möchte, sollte das besser direkt nach dem Bachelor tun.

Datum: 8/10
Autorin: Eva Flick

Master: Education-Special
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